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Zur Historie: 
Bereits Walter Knaak, mein Großvater väterlicherseits, war in den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts
Angehöriger der damaligen freiwilligen betrieblichen Löschtrupps der ASW-Werke in Böhlen, einen Vorläufer
des späteren VEB "Otto Grothewohl" Böhlen und des heutigen Chemiewerkes der Dow Chemical in Böhlen.


  





                                                                                                                                  


                                                               


  P I C K E L H A U B E  um  1920
klick zu "Feuerwehrhelme"
   
                                       
             Emblem um 1930



In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war es das Bedürfnis und das dringend Anliegen eines jeden    
Gewerbetreibenden (Handwerker,Bauern etc.) Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr seines Heimatortes
zu sein, um durch engagiertes Mitwirken sein eigenes Hab und Gut und das der anderen Mitbürger vor
Schaden zu bewahren.
Traditionsgemäß war der ortsansässige Schmied, auf Grund seiner beruflichen Fähigkeiten,
der  S H I R R M E I S T E R  (Techniker) der Freiwilligen Feuerwehr.












                 Helm eines  S C H I R R M E I S T E R S                 
                 mit aufgesetztem Paradebusch aus Roßhaar
                 um 1875.





Schmiedemeister Friedrich Mehnert, mein Großvater mütterlicherseits, übte dieses Amt viele Jahre aus.
Hier im Bild mit mir als hoffnungsvoller Nachwuchs, schon ausgestattet mit Lederschürze und Hammer. 


    












                                                                                                       




Die Jahre gingen ins Land bis eines Tages mein Cousin Gerd freudestrahlend auf mich zukam und mir stolz berichtete, daß er seit kurzem Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr ist. Es seien auch noch andere gute Kumpels von mir dabei und da könnte ich doch auch ...
Also schleppte er mich kurzerhand zum Feuerwehr-Gerätehaus, an dessen Bau ich als Erstklässler, im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes (NAW) *zwangsweise mitgewirkt hatte und klingelte von außen in der Dienstwohnung des damaligen Wehrleiters Heinz Froese.
Kurz darauf erschien ein hagerer, nicotinblonder Mann am Fenster zum Gerätehausvorplatz und mein Cousin Gerd meldete mich mit den Worten "hier, der macht ooch mit" bei der Freiwilligen Feuerwehr Rötha an. Ein kurzes aber amtlich klingendes "geht klar" besiegelte mein Schicksal.
Von nun an drehte sich alles nur noch um Feuerwehr.
 
* Mein Vater schleppte mich damals bei jeder Gelegenheit mit und versuchte dadurch mich aktiv am öffentlichen Leben teilhaben zu lassen.
"Wenn der Junge schon nicht Willens ist organisiert Fußball zu spielen, wie jeder andere vernünftige Junge in seinem Alter, so sollte er doch wenigstens versuchen diesen unverzeilichen Mangel an Interesse mit gesellschaftlicher Arbeit auszugleichen. Jeder braucht eine sinnvolle Aufgabe im Leben. Wir mußten das früher schließlich auch."
Auf diese Art und Weise kann ich mit Fug und Recht behaupten u.a. aktiv am Aufbau des damals neuen Feuerwehrgerätehauses in Rötha beteiligt gewesen zu sein. 
Gleiches gilt für die Tatsache, daß ich, entgegen allen anders lautenden Behauptungen, derjenige bin,    
der den ersten Spatenstich zum Sportlerheim in Rötha tätigte, denn als die Herren Ingeneure Horst Knaak (Sektionsleiter Fußball) und Karl Hermann (BSG-Vorsitzender) noch den Grundriß aufmaßten und absteckten erhielt ich die klare Anweisung schon mal anzufangen das Fundament auszuheben. Auch wenn man sich als junger Mensch für solche Aktionen nicht sonderlich interessiert und sich gerade deshalb auch nicht besonders geschickt anstellt, bleiben diese Tatsachen doch unumstößlich. Nur schade das sich zu passender Gelegenheit niemand mehr an solche Fakten erinnert. Den Ruhm stecken immer andere ein, doch das sollte mir im Leben nocht oft passieren.
Soviel dazu.






Die sich anschließende Dokumentation ist auf Grund des wenig vorhandenen Fotomaterial sehr lückenhaft und deshalb auch relativ kurzgefaßt. 






                                                                                                                              





                                                                                             





                                     Dienstausweis der Freiwilligen Feuerwehr in den 70er-Jahren                                      
                     Mein erster Dienstausweis








Herbst 1972 bei der Windbruchbeseitigung
im Schloßpark Rötha und an der Lanstraße
nach Böhlen, in dunkelblauer Einsatzkombi
mit gummiertem Spritzschutzkragen



















damals gebräuchlicher Einsatzhelm (ab 1962)
aus glasfaserverstärktem Polyesther mit Nackenleder und silbergrauer Hammerschlag-Lackierung








In relativ kurzer Zeit erklärten sich nach und nach immer mehr interessierte Jugendliche bereit in der Freiwilligen Feuerwehr mitzuarbeiten, sodaß es bald möglich war eine reine Jugendgruppe zu formieren, die der Grundausbildung unterzogen wurde. Die Ausbildung neu hinzugekommener Kameraden erfolgte in jeder Freiwilligen Feuerwehr eigenverantwortlich und deshalb auch in sehr unterschiedlicher Qualität. Während man in Rötha das Glück hatte eine vollständige Jugendgruppe zur Verfügung zu haben mußten in anderen Feuerwehren die Neuen nebenherlaufen und sich vieles eigenständig aneignen.


Mit dem Kamerad Herbert Stanik wurde ein Ausbilder gefunden, dem es mit Ruhe und Sachverstand gelungen war eine, für damalige Verhältnisse, schlagkräftige Löschgruppe zu formen.
Anfangs verstärkte immer noch ein erfahrener "alter" Maschinist, der Kamerad Hans Müller, die Gruppe doch schon bald wurde ich zum TS/8 - Maschinisten ausgebildet und so brauchten wir diesen Kameraden nur noch zum fahren des Löschfahrzeuges LF 8/8 vom Typ LO 3000.




 



    LF 8/8 auf LO 3000 - Robur mit Schlauchtransportanhänger




1976 erhielt ich die Möglichkeit beim Kommando Feuerwehr des Volkspolizei-Kreisamtes Borna die Fahrerlaubnis Klasse 5 zu absolvieren. Der Gen. Olm. Hans Brause war ein ruhiger und verständnisvoller Fahrlehrer, der uns auf einem ausgediehnten RTGW vom Typ S4000 versuchte das nötige Rüstzeug für einen guten künftigen Maschinisten mitzugeben.
Damit war die Grundlage geschaffen einen Maschinistenlehrgang zu besuchen, den ich im Juni 1976 abschloß.



Löschfahrzeug LF 16 - S 4000LF 16 auf S-4000                                                            




                                                                                    Qualifikationsabzeichen für Maschinisten der Stufe II LF                 


                Qualifikationsnachweis für Maschinisten
                der Stufe II - Löschfahrzeuge
 -
Qualifikationsnachweis als Maschinist für Großpumpen



Da ich vom ersten Tag an große Freude an der Arbeit in der Feuerwehr hatte und deshalb sehr engagiert und interessiert war, denn es war damals die, für mich, einzig vernüftige Freizeitbeschäftigung die ein junger Mann in meinem Alter haben konnte und bei der man außer zum Skaten, Knobeln, Doppelkopf etc. auch noch zu nützlichen Dingen herangezogen wurde, schickte man mich zum Gruppenführerlehrgang nach dessen erfolgreichen Abschluß ich als Gruppenführer der Jugendgruppe eingesetzt wurde. 



Qualifikationsnachweis als GruppenführerQualifikationsnachweis über einen
Gruppenführerlehrgang beim VPKA,
durchgeführt bei der betrieblichen
Feuerwehr im Kraftwerk Thierbach



Während dieses Lehrganges wurde der damalige Leiter der betrieblichen Feuerwehr des Kraftwerkes Thierbach (Kamerad Rolf Wunderlich) auf mich aufmerksam und sprach mich ein viertel Jahr später an,
weil er einen geeigneten Löschgerätewart und somit auch einen Stellvertreter für Technik suchte.
Diese Stelle wäre hauptamtlich und gut bezahlt.
Ich überlegte nicht lange, nahm das Angebot an und seitdem bin ich von berufswegen bei der Feuerwehr.



                                                       





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